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Druckleitungsentschichtung
Korrosionsschutzvorbereitung Vor jeder neuen Oberflächenbeschichtung einer Druckleitung müssen der Altanstrich und die Grundierung entfernt werden. Bisher wurde dies mit dem Sandstrahlverfahren durchgeführt. Der Nachteil dieser Technik besteht hauptsächlich darin, dass grosse Mengen Strahlsand anfallen, der überwiegend als Sondermüll teuer entsorgt werden muss.
Das von der Sodian Group entwickelte Verfahren nutzt konsequent die Höchstdruckwasserstrahltechnik in Kombination mit der Ausfilterung aller Feststoffe und Wiederaufbereitung des Strahlwassers. Die max. Reinigungsstrecke (2 Öffnungen) beträgt 1'500 Meter!
Arbeitsbeschreibung Ein eigens konstruierter Rohrreinigungsschlitten, mit mehreren rotierenden Düsenarmen, wird von einer langsam laufenden Spezialwinde durch das Rohr gezogen. Ein leistungsstarkes Hochdruckpumpenaggregat erzeugt die zur Entschichtung notwendigen Arbeitsparameter (Druck und Wassermenge pro Minute). In einem Arbeitsgang werden so nicht nur die Deckschichten, sondern auch die Grundierungen (Zinkstaubanstrich oder Spritzverzinkung) restlos bis auf den Stahluntergrund entfernt.
Das Nutzwasser, sowie die Feststoffe (Rost, Grundierung und Deckanstriche), werden in eine mobile Wasseraufbereitungsanlage geleitet, wo über ein Mehrkammerfiltersystem und eine Pelletiervorrichtung die kontinuierliche Trennung von Nutzwasser und den Feststoffen erfolgt. Der Flüssigkeitsanteil der Pellets beträgt max. 10%. Das saubere, schwebstofffreie Nutzwasser kann bei Bedarf wieder der Hochdruckpumpe oder der Kanalisation zugeführt werden.
Die Vorteile gegenüber der Sandstrahltechnik liegen auf der Hand:
- Kostenreduktion: es muss nur noch die Menge des tatsächlich applizierten Altanstrichs entsorgt werden
- Vielseitigkeit: es können alle Beschichtungsarten und -stärken bis auf den Stahlgrund abgetragen werden
- Sicherheit: kein Personal muss zum Entschichten in die Leitung (PCB- oder Asbestbaustellen)
- Schnelligkeit: die Stromproduktion kann schneller wieder aufgenommen werden
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